Drei Jahre später - Ein Erfahrungsbericht

Interview mit Flavio Bolfing - EHC Seewen

Flavio, drei Jahre sind vergangen seit der Übergabe des noch ungravierten Prototypen der ersten, mühsam produzierten Charge von 5 Stk. Ich von meiner Seite erinnere mich noch gut an die Strapazen in der Werkstatt. Wie steht es um deine Erinnerung? Welchen Eindruck hattest du nach der ersten Anwendung?
Ich kann mich auch noch genau erinnern an diese Übergabe. Ich hatte keine Ahnung wie man den einsetzt. Es gab ja bereits schon den klassischen Schleifstein oder auch dieses «Y»-Tool. Dann kamst du mit diesem merkwürdigen Gerät und ich dachte verdammt, wie bedient man den bloss. Aber es war eigentlich sehr intuitiv – man merkte gleich wie es geht. Ich habe ihn dann natürlich gleich angewendet und musste sagen – TipTop! Ich muss dazu sagen, dass ich von Natur aus sehr heikel bin, was meinen Schliff betrifft – ich bin wahrscheinlich der heikelste der ganzen Mannschaft. Wenn man unsere Schleifrechnungen vergleicht bin ich immer ganz vorne anzutreffen. Ich weiss nicht ob das bei mir mehr ein mentales Ding ist, aber wenn ich auch nur den kleinsten «Hick» spüre dann ist’s vorbei. Dann habe ich damit begonnen das Gerät einzusetzen, wenn ich das Gefühl hatte einen «Hick in der Kufe zu haben. Man merkte jeweils sofort, dass dieser kleiner wurde. Es kann das Schleifen nicht ersetzen, aber man hat sofort wieder mehr Halt und das Vertrauen in die Kufe ist wieder da. Es ist einfach anzuwenden und man merkt sofort einen Unterschied. Einerseits wenn man mit dem Finger über die Kufe fährt und andererseits auch auf dem Eis.
Wie regelmässig kommt dein re-blade zum Einsatz?
Viel! Grundsätzlich bringe ich meine Schuhe ja vor jedem Spiel zum Schleifservice. Häufig kommt er jedoch in der Drittelspause zum Einsatz, wenn ich das Gefühl habe, dass etwas nicht stimmt und fast vor jedem Training – manchmal auch während. Einmal hat es mich zu Beginn eines Trainings gleich dreimal hintereinander auf’s Eis gelegt. Dann bin ich zurück in die Garderobe, habe meinen re-blade angewendet und konnte ohne Stürze das Training absolvieren.
Wie regelmässig kommt dein re-blade zum Einsatz?
Eigentlich nur in dem Sinne, dass ich während dem Spiel nicht mehr meine Schlittschuhe ausziehen und zum Schleifen geben muss. Das war vorher einige Male der Fall.
Erinnerst du dich an eine spezielle Situation in welcher du besonders froh warst deinen re-blade dabei zu haben?
Einmal war ich am Abend vor dem Spiel nicht im Training und beauftragte einen Teamkollegen meine Schuhe zum Schleifen zu bringen – leider hatte er’s vergessen. Da war ich wirklich froh um meinen re-blade!
Spürst du auf dem Eis einen Unterschied zwischen einer frisch geschliffenen Kufe mit oder ohne anschliessende Anwendung von re-blade?
An einer frisch geschliffenen Kufe habe ich den re-blade noch nie angewendet – kann ich nicht beurteilen.
Wie haben deine Teamkollegen auf deine Erfahrungen mit re-blade reagiert?
Anfänglich waren alle sehr interessiert, trauten sich jedoch noch nicht so recht das Gerät selber einzusetzen. Irgendwann hat sich das jedoch voll eingebürgert. Einerseits haben sich weitere Spieler einen re-blade angeschafft und andererseits kommen auch viele Spieler zu mir um ihn kurz auszuleihen. Einige trauen sich bis heute nicht selbst und fragen mich: «kannst du bitte?» weil sie das Gefühl haben ich könne es besser. Aber man kann eigentlich wirklich nichts falsch machen. Das Gerät kommt heute regelmässig zum Einsatz in der Garderobe. Wir haben ja auch noch das «Y»-Tool und den klassischen Schleifstein, diese werden jedoch nicht mehr gebraucht, wir setzen nur noch den re-blade ein.
Wie geht es deinem re-blade nach drei Jahren Einsatz?
TipTop – einwandfrei – funktioniert super! Vielleicht sollte ich jedoch wieder einmal die Steine auswechseln.
Wie lautet dein Gesamturteil? Welchen Nutzen bringt dir dein re-blade? Hat sich die Investition gelohnt?
Ich bin absolut überzeugt von dem «Teil»! Ich habe das Gefühl jeder oder zumindest jede Mannschaft sollte so einen haben. Die Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt – absolut!
re-blade dankt Flavio und dem EHC Seewen für das Interview und wünscht weiterhin eine erfolgreiche Saison
Interview November 2016 - by Alexander Kälin
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